Gesunde Ernährung für Pflegebedürftige

Gesunde Ernährung, auch wenn Pflegebedürftige auf Hilfe bei den täglichen Dingen des Lebens angewiesen sind, erscheint zunächst fast unmöglich. Selten kann der Mensch, der auf Hilfe angewiesen ist, noch selbst kochen. Die Angehörigen müssen eingebunden werden, auch überzeugt werden anders zu kochen. Fettärmer, reicher an Ballaststoffen, mehr Gemüse, weniger Fleisch, mehr Fisch. Andere Brotsorten mit vollem Korn, Brotaustrich weniger süß, Halbfettbutter und andere Möglichkeiten Fette einzusparen, bzw. durch wertvollere Fette zu ersetzen. Allein die genannten Umstellungen bergen schon reichlich Potential den Darm zu entlasten und trotzdem lecker und gesund zu essen.

Man sollte sich gerade dazu so ernähren, daß zum Beispiel keine Abführmittel notwendig sind. Ein nicht zu unterschätzendes Problem. Verstopfung ist auch einem Mangel an Bewegung geschuldet. Gerade bei Pflegebedürftigen ist die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Wer sich weniger bewegen kann, braucht weniger Kalorien. Dieser Kreislauf, wenig Bewegung, zu üppige Ernährung, Verdauungsprobleme sind kein perfekter Kreislauf.

Wer vorher gerne gekocht hat, ist zur Untätigkeit verdammt. Das kann eine zusätzliche psychische Belastung sein. Andere Köche können es nie recht machen. Genügend Konflikt-Potential ist vorprogrammiert. Vor allem, wenn  man bedenkt welchen Stellenwert das Essen am Tag hat. So sind die Mahlzeiten häufig die einzige Abwechslung am Tag.

Weiterhin sind die Kranken- und Pflegekassen nicht sehr freizügig wenn es um Bewegungsübungen durch Psysiotherapeuten und Trainingsgeräte geht. Dinge für das körperliche Wohlbefinden unerläßlich sind. Für eine gute Genesung und Erhaltung von Fähigkeiten natürlich ebenfalls.

Insgesamt betrachtet also eine recht schwierige Situation für die Familie. So wird eine Umstellung in der Ernährung als zusätzliches Problem empfunden.